Aktuelles
20.07.2025 Ansbacher Filmer beim Clubausflug
Pünktlich um 9 Uhr starteten die Mitglieder und Gäste des Filmclubs bei blauem Himmel und Sonnenschein vom Busparkplatz auf der Inselwiese zum diesjährigen Clubausflug. Unser Vizepräsident Fritz Jordan hatte wieder eine sehr interessante Tour ausgearbeitet.
Mit dem Bus ging es auf einen Rastplatz an der Autobahn. Dort hatten wir für unsere 28 Mitfahrer einen Umtrunk mit Sekt, Saft und kleinen Leckereien wie Käsestangen, Prasselkuchen und Kräcker vorbereitet. Danach ging die Fahrt weiter zum Kloster Plankstetten in der Diözese Eichstätt. Ab 11 Uhr wurden wir durch das hölzerne Hauptportal - dem sog. Paradies, der Verbindungshalle zwischen den Türmen und dem Hauptschiff - in die Kirche der fast 900jährigen Benediktinerabtei in der Diözese Eichstätt geführt. Durch das eiserne Gitter gelangten wir in das Kirchenschiff. Viele Stilepochen prägten die Kirche. Barock die Kanzel, Gotik in der Apsis und Rokoko in der schmerzhaften Kapelle.
Wir besuchten auch die Gruft der Mönche und die besonders beeindruckende byzantinische Krypta. Die Unterkirche wurde ca. 1990 im byzantinischen Stil der Ostkirche ausgemalt und gemäß der griechisch-katholischen Kirche liturgisch eingerichtet. Sehr beeindruckend und wirklich einmalig.
Nach einem sehr leckeren Mittagessen in der Klosterschenke ging unsere Tour weiter zur historischen Treidelfahrt auf dem Königs-Ludwigskanal. Beim Treideln wird ein Lastkahn von einem Pferd über das Wasser gezogen. Wie anno dazumal werden auf dem Alten Kanal, den König Ludwig I. von Bayern für den Warentransport bauen ließ, historische Fahrten für Besucher angeboten. Während der Ludwig-Donau-Main-Kanal an anderen Stellen wieder aufgefüllt wurde, genießt man in Berching seine ruhigen Ufer an Bord der „Alma Viktoria“. Ca. 80 Personen passen auf so ein Treidelboot. Deshalb waren außer uns auch noch andere Passagiere anwesend. Leider war die Durchfahrt der Schleuse wegen Niedrigwasser nicht möglich.
Anschl. ging es zur Kutscheralm zum Kaffeetrinken. Leckerer selbst gebackener Kuchen und Kaffee warteten auf uns. Leider auch viele Fliegen, die sich auf unsere leergegessenen Teller stürzten.
Um ca. 18 Uhr waren wir dann wieder zurück in Ansbach. Ein sehr schöner Ausflug neigte sich dem Ende zu. Vielen herzlichen Dank lieber Fritz und liebe Gabi für eure gelungene Organisation!
16.06.2025 Brettheimfilm beim FVC Ansbach
Ein besonders schweres Thema hatte die Vorsitzende des FVC für den Clubabend am Montag, den 16.06.2025 ausgewählt.
“Es geschah in Brettheim...- als der Frieden schon so nah war!“ war der Titel eines Filmes der Dokumentargruppe der Oskar-von-Miller-Realschule Rothenburg o.d.T. Als Vertretung von Herrn Pohle, der leider verhindert war, kamen Frau Kerstin Schmidt und Herr Thomas Hufnagel, die uns auch für unsere Fragen zur Verfügung standen.
Die schreckliche Tragödie Anfang April 1945 in Brettheim haben die Schüler und Schülerinnen der Dokumentargruppe der Oskar-von-Miller-Realschule in Rothenburg o.d.T. sehr anschaulich in ihrem Film festgehalten. Sie zeigten in ihrer Dokumentation welche unglaublichen Gräuel noch kurz vor Kriegsende dort verübt wurden.
Vier ca. 15jährige Hitlerjungen bewaffnet mit Panzerfäusten, einem Gewehr und Hand-granaten liefen durch Brettheim um dort Panzeraufklärung zu betreiben. Die Brettheimer wussten, dass wenn die Amis kommen jeder Widerstand sinnlos ist. Friedrich Hanselmann, Friedrich Uhl und anderen war sofort klar, die Waffen müssen weg. Gemeinsam entwaffnen sie die Jungen und versenkten die Panzerfäuste im Feuerlöschteich.
Die deutsche Wehrmacht war nicht mehr in der Lage das Land zu verteidigen. Doch die SS hielt am Glauben des Endsieges fest und forderte von der Bevölkerung eisernen Durchhaltewillen. Im Brettheimer Rathaus wurde noch am gleichen Abend ein Standgericht einberufen. In der von SS-Sturmbandführer Gottschalk brutal geführten Verhandlung drohte er das Dorf anzuzünden und Brettheimer Bürger erschießen zu lassen. Wegen „Wehrkraftzersetzung“ wurden Hanselmann und Uhl sofort zum Tode verurteilt. Leonhard Wolfmeyer und BGM Leonhard Gackstatter verweigerten die Unterschrift unter das Todesurteil und wurden deshalb verhaftet und ins Rothenburger Gerichtsgefängnis gebracht.
Im Schillingsfürster Schloss wurden Gagstatter und Wolfmeyer von Major Otto zum Tode verurteilt. Am Abend wurden Hanselmann, Wolfmeyer und BGM Gackstatter von SS-Angehörigen und Hitlerjungen erhängt. Die Leichen mussten 4 Tage zur Abschreckung hängen bleiben.
Als die Amis eine Woche nach der Hinrichtung der 3 Männer nach Brettheim kamen und zur kampflosen Übergabe auffordern, wagte niemand die weiße Fahne zu zeigen. Die SS erklärte das Dorf zum „Eckpfeiler der Deutschen Verteidigung“.
Brand- u. Splitterbomben der US-Luftwaffe töteten 4 Brettheimer, 3 evakuierte Frauen und 1 Kind, 3 russische Zwangsarbeiter und 1 deutschen Soldaten. Sie zerstörten viele Häuser. Deutsche Soldaten beschossen das stark zerstörte Dorf. 6 weitere Tote, darunter 2 Kinder. Der Kampf um Brettheim hatte 18 Menschen das Leben gekostet. Mehr als ¾ aller Gebäude wurden zerstört bzw. beschädigt.
1955 begann die Zeit von 3 Prozessen gegen SS-General Simon, Sturmbannführer Gottschalk und Major Otto. Der Ausgang der Prozesse war für die Brettheimer Bevölkerung sehr enttäuschend, denn die Angeklagten wurden freigesprochen. Nur Gottschalk wurde im letzten Prozess 1960 wegen eines Formfehlers zu 3 ½ Jahren Gefängnis verurteilt.
Es war Film, der uns alle sehr berührt hat. Es herrschte nach Ende der Vorführung minutenlange Stille. Wir waren alle sehr entsetzt. Uns fehlten in Anbetracht dieser Grausamkeiten einfach die Worte!
Nach kurzer Zeit erzählten dann doch einige Anwesende – die ja damals noch als Kinder den 2. Weltkrieg erlebt hatten – von eigenen Kriegserlebnissen und denen ihrer Eltern. Wir waren alle tief betroffen und hoffen, dass wir nie wieder solche schlimmen Situationen erleben müssen!!!!
02.06.2025: Crailsheimer Filmfreunde wieder in Ansbach zu Gast
Unsere Filmfreunde brachten uns wieder eine gute Auswahl von ihren Filmen mit.
Am 02.06.2025 bereicherten unsere Crailsheimer Filmfreunde wieder mit ihren Filmen bzw. Vorführungen unseren Clubabend:
01 Gefiederte Edelsteine von Gerd Kramer
02 Anhäuser Mauer von Hans Helei
antike Mauerreste am Rande eines Feldes – wo man durch spezielle Luftaufnahmen
noch die Umrisse der restlichen Gebäude im Feld sehen konnte.
03 Muswiesengeschichte und –geschichten von Hans Helei
ja, auch in kleinen Gemeinden ist viel geboten, wenn Markt ist. Mundart und
interessante Verkaufsgespräche
04 Urteilsspruch - Nürnberg über das Verbrechen an den Männern von Brettheim“
von Hans Helei – an diesem schrecklichen Beispiel konnten wir sehen,
wie gut eine Bildverbesserung bei einem sehr alten Film machbar ist.
05 Vorstellung der Kamera „Insta 360 Ace Pro durch Otto Neumann
06 Goldener Herbsttag in Crailsheim von Otto Neumann
eine Minikamera die erstaunlicherweise sehr stabile Bilder aufnimmt
07 Zeitraffer Sternenspur von Otto Neumann
mit Zeit, Geduld und der richtigen Kamera kann man auch phantastische
Sternenspurenaufnahmen machen
08 Weihnachtliche Lichterfahrt in Frankenhardt von Otto Neumann
aufwändig bzw. weihnachtlich geschmückte landwirtschaftliche Fahrzeuge bei
einer Ausfahrt in der Adventszeit
09 Marienkäfer, Schwebfliege und Co von Otto Neumann
fantastische Großaufnahmen, die vom Filmer sehr viel Geduld erforderten
Den Abend mit sehr unterschiedlichen bzw. abwechslungsreichen Filmen haben wir anschließend wieder im „backstage“ bei einem guten Glas Wein bzw. Bierchen ausklingen lassen. Im Herbst fahren wir Ansbacher Filmer wieder mit unseren Filmen nach Crailsheim!

Weitere Bilder finden Sie in der Galerie.
Filmabend mit Filmen der früheren TNT-Videogruppe unter der Leitung von Herrn Klaus Herda am 19. Mai 2025
Unser Filmclubmitglied Horst Peter hatte sich sehr viel Arbeit gemacht und 19 Super-8-Filme aus dem Archiv der TNT-Videogruppe digitalisiert. Herr Klaus Herda war früher Leiter des Filmteams des Theresien-Gymnasiums Ansbach. Unter seiner Leitung entstanden von 1994 bis 2007 zahlreiche erfolgreiche Gemeinschaftsarbeiten.
Leider hat die Presse unsere Ankündigung des Filmabends stark gekürzt veröffentlicht. Trotzdem fanden ca. 26 Besucher den Weg ins gut besuchte Kunsthaus Reitbahn 3 und schauten die folgenden sechs Filme
01 TNT 2004 Annas Antwort 15Min
02 TNT 1998 Trink Wasser 11Min
03 TNT 2000 Räuber und Gendarm 22Min
04 TNT 1998 Ein kleines Geschenk 8Min
05 TNT 1996 Das Ende eines Abends 9Min
06 TNT 2001 ESPRESSO 7Min
an. Anni Bergauer stellte die Filme mit den seinerzeit erzielten nationalen und internationalen Auszeichnungen vor. Klaus Herda und seine Gattin Martina berichteten von den aufwändigen Dreharbeiten und gaben humorvolle Anekdoten zu den „making offs“ preis. Auch einige frühere „Schauspielerinnen und Schauspieler“ waren anwesend. Ein gelungener Abend, der mit Erinnerungen und Gesprächen über unser gemeinsames Hobby im „backstage“ ausklang.
Im Herbst ist ein weiterer Abend mit Filmen der früheren TNT-Videogruppe geplant.
Gastspielabend von Agi und Klaus Fleischmann beim FVC Ansbach am 05.05.2025
Mit 24 Gästen war der Filmabend von Agi und Klaus Fleischmann recht gut besucht. Meine Veröffentlichung in der FLZ war auch vollständig abgedruckt worden und hat dadurch bestimmt auch einige Leser neugierig gemacht.
Wir hatten diesmal ein etwa „schweres“ Programm ausgesucht, aber es waren lauter sehr hochwertige bzw. sehenswerte Filme mit höchsten Auszeichnungen.
- „Melanie, ich gehe meinen Weg“, war der Titel der 20min. Doku. Melanie kam als Frühchen zur Welt. Aufgrund von Sauerstoffmangel hatte sich die Netzhaut abgelöst und sie erblindete.
Dieser Film wurde in Bayern mit den höchsten Preisen ausgezeichnet (u. a. kleiner Bayer. Löwe). Beim internationalen Filmfestival in Tokio erhielt dieser Film ebenfalls einen 1. Preis bzw. einen „Goldenen Award“.
Besonders beeindruckt hatte uns der nachfolgende Teil, bei dem Melanie -inzwischen eine erwachsene Frau- von ihrem erfolgreichen Leben berichtete, das sie trotz der Behinderung lebt.
- „Alles im Griff“ war der Titel der nächsten Doku. Bernhard ist ein fröhlicher Junge – ein Lausbub eben - der seinen Eltern viel Freude bereitet, doch dann schlägt das Schicksal zu. Für diesen Film erhielt der Autor bei den letztjährigen Bayer. Filmfestspielen in Landshut einen kleinen Bayer. Löwen. Außerdem wurde er zu den vier besten deutschen Produktionen des Jahres 2024 gewählt.
- Für seine Dokumentation „Das ist mein Vater“ gewann der Autor bei den diesjährigen Bayer. Filmfestspielen 2025 die höchste Auszeichnung einen großen Bayer. Löwen mit Rautenschild, gestiftet vom Bayer. Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder.
Ein wirklich sehenswerter Filmabend der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. DANKE Agi und Klaus. Anschließend setzten wir uns – wie immer – im „Backstage“ zusammen und diskutierten bzw. tauschten uns aus.