Aktuelles
Der Film- u. Videoclub Ansbach blickte auf ein erfolgreiches und arbeitsintensives Jahr zurück – JHV am 12.01.2026

Die 1. Vorsitzende Anni Bergauer und der Schatzmeister Edgar Zottmann berichteten in der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Film- und Videoclubs über ein arbeitsreiches, aber auch sehr erfolgreiches Clubjahr 2025. Finanziell steht der Verein solide da obwohl das Jahr 2025 mit einem geringen Verlust abgeschlossen wurde. Die beiden Revisoren Gernot Samhammer und Franz Stich bescheinigten dem Schatzmeister Edgar Zottmann eine ordentliche Kassenführung.
Horst Peter wurde für 45jährige Mitgliedschaft und die Vorsitzende Anni Bergauer wurden für 25Jahre als Präsidentin/Vorsitzende des FVC Ansbach geehrt. (siehe Foto).
Die Mitgliederzahl hat sich nur geringfügig um eine Person auf 20 Mitglieder verringert. Insgesamt wurden 20 Film- und Technikabende veranstaltet. Der seit 60 Jahren bestehende Ansbacher Film- und Videoclub konnte am 18. August ein rundes Jubiläum feiern und wieder sehr erfolgreiche Clubabende anbieten.
Das langjährige Filmclubmitglied Horst Peter gestaltete einen Abend nur mit Trickfilmen. Er zeigte anhand von Filmbeispielen, wie die verschiedenen Arten von Trickfilmen entstehen. Ein lustiger, humorvoller Abend der sehr gut ankam.
Erfolgreiche Gastfilmer führten bei den Clubabenden ihre preisgekrönten Videos vor. Sehr gut besucht war der Gastspielabend der Filmer Agi und Klaus Fleischmann aus Hirschaid mit ihren vielfach preisgekrönten Filmen „Melanie – ich gehe meinen Weg“ über ein blindes Mädchen. Dieser Film lief in Japan beim „Tokyo-Video-Festival“ und erhielt von 2.231 eingereichten Filmen einen 1. Preis. Auch das Video „Alles im Griff“ über den behinderten Bernhard Essel, der durch einen Stromschlag starke Verbrennungen erlitt und beide Arme verlor, aber trotzdem sein Leben meisterte wurde bei mehreren internationalen Filmfestivals mit höchsten Preisen ausgezeichnet.
Manfred Scholz aus Nürnberg gestaltete einen Abend mit 8 Trick- und Kurzspielfilmen die ebenfalls hohe Auszeichnungen erzielten. Sein Ballonfilm „einfach abheben“ sowie der Kurzspielfilm „Das Geheimnis“ liefen bei den Deutschen Meisterschaften.
Sehr gut kam der Filmabend mit einer Rückschau auf die frühere TNT-Videogruppe des Theresien-Gymnasiums unter der Leitung von Herrn Herda an. Filme wie „Annas Antwort“, „Räuber und Gendarm“, „Ein kleines Geschenk“ oder „Espresso“ um nur einige wenige zu nennen, fanden bei den Zuschauern im vollbesetzten Kunsthaus Reitbahn 3 sehr viel Anklang.
Besonders eindrucksvoll war auch der Filmabend „Die Männer von Brettheim“ der Oskar-von-Miller-Realschule aus Rothenburg/Tbr. Kurz vor Kriegsende im April 1945 – als die amerikanischen Truppen immer weiter vorrückten – entwaffneten Bürger des Dorfes Brettheim vier Hitlerjungen und versenkten die Waffen im Dorfteich. Wegen der Entwaffnung wurden die drei Männer am 10. April 1945 von der SS und Hitlerjungen erhängt. Die Leichname hingen vier Tage an den Bäumen vor dem Friedhof, bis sie schließlich abgenommen und bestattet werden durften. Ein Film der anschließend sehr zu Diskussionen anregte.
Dass auch ältere Super-8-Filme, die digitalisieret wurden sehr interessant sind, konnten die Filmer vom international sehr bekannten, aus Zirndorf stammenden Filmer Hartwig Erdenkäufer, sehen. Er zählte während der sechziger und siebziger Jahre zu den aktivsten Kletterern in Deutschland. 1969 sorgte er mit seiner Seilschaft für Schlagzeilen. Sie durchstiegen als erste die Nordwand des Oberreintaldoms, eine der letzten bisher unbezwungenen Zonen des Wettersteingebirges. Die bekannten Bergfilme „Totenkirchl Westwand“ und „Warum – 1974 Fleischbank Südostwand“ sowie „Schwarzbach – Wildwasser“ erstaunten die Filmer und regten zu intensiven Diskussionen an. Auch die Spielfilme „Verschollen in Stein“ und „Flaschenpost“ vom in Franken bekannten Filmemacher Werner M. Hoh aus Nürnberg begeisterten die anwesenden Zuschauer.
Beim befreundeten Filmclub in Crailsheim durften die Ansbacher Filmer im Frühjahr und Herbst je einen Filmabend gestalten. Dort konnten die Zuschauer im vollbesetzten Vorführsaal die preisgekrönten Filme wie z.B. „Sagenhafter Harz“ von Manfred Noel, „Eine Odysee“ und „Im freien Fall“ von Günter Laßmann, sowie die „Fotoshow“ von Peter Dischner zeigen um nur einige wenige zu nennen. Besonders gut kam der lustige Film „Der KLM-Jumbo landet“ von Horst Peter an.
Auch im Vorprogramm beim Kaffeenachmittag des Seniorenbeirates in den Kammerspielen am 11. November waren die Ansbacher Filmer mit den 3 Kurzfilmen „Hochwasser in Ansbach, „Oldie in Onoldia“ und „Crazy“ sehr erfolgreich vertreten.
Mit 7 Kameras filmten die Videofilmer die Jubiläumsfahrt der Ansbacher Eisenbahnfreunde nach Crailsheim. Bei einer nostalgischen Zugfahrt mit einem Schienenbus am 14.07.2025 konnten die Filmer eindrucksvolle Szenen aufnehmen und einen ca. 20min. Film gestalten.
Die letztjährige Verleihung des Ansbacher Stadtsiegels an verdiente Bürger haben die Videofilmer am 15.12. wieder mit 7 Kameras auf Film festgehalten. Jeder der geehrten Bürger bekommt zur Erinnerung eine Kopie des fertiggestellten Filmes.
Beim Clubausflug ging es diesmal mit dem Bus zum Kloster Blankstetten, wo eine interessante Führung anstand. Anschl. fand auf dem alten Ludwigskanal mit einem von Pferden gezogenen historischem Lastkahn eine Treidelfahrt statt.
Die Vorsitzende, Anni Bergauer, dankte allen Clubmitgliedern für die tatkräftige Unterstützung und bat diese um weitere aktive Mitgestaltung des Vereinslebens.
Weihnachtsfeier am Montag, den 08.12.2025 beim Film- und Videoclub Ansbach
Trotz allen Stresses durch die Verlegung unseres Termins - weil wir am 15.12. Die Stadtsiegelverleihung für die Stadt Ansbach filmen sollen – fand am 08.12.2025 eine kleine aber feine besinnlich/lustige Weihnachtsfeier statt.
Gabi, Carolin und andere Gäste trugen weihnachtliche Gedichte vor und lasen weihnachtliche Geschichten. Sebastian hatte seine Gitarre mitgebracht und sang mit seiner Schwester Julia „last christmas„.
Die Vorsitzende nahm den Abend zum Anlass langjährige Clubmitglieder, die ein rundes bzw. halbrundes Clubjubiläum feiern, zu ehren.
Ulrich Kalthoff, ist seit 01.02.2000, also seit 25 Jahren Mitglied beim FVC. Ihm wurden als Dank 2 Fl. Wein überreicht
Anni Bergauer, ist seit 01.04.1995, also seit 30 Jahren Mitglied beim FVC und bekam vom Vizepräsidenten Fritz Jordan eine rote Rose überreicht.
Horst Peter, ist seit 01.10.1980, also seit 45 Jahre Mitglied beim FVC. Er war mit Dolores auf Kreuzfahrt rund um Afrika. Die Ehrung wird an der JHV im Januar 2026 nachgeholt.
Nun kommen wir zum Star des heutigen Abends:
Edgar Zottmann, ist seit 01.08.1965, also seit 60 Jahren Mitglied beim FVC. Edgar ist Gründungsmitglied des Vereins und Hüter unserer Finanzen. Er hat mit seinen Filmen das Zeitgeschehen der letzten 60 Jahre aufgenommen und archiviert, die heute noch bei den vom Seniorenbeirat organisierten Präsentationen in den Kammerspielen großen Anklang finden.
Zum Abschluss bleibt der Vorsitzenden nur noch Zeit, an den schönsten und gleichzeitig auch ältesten Brauch zu Weihnachten zu erinnern:
Sich von Herzen zu freuen – Frohe Weihnachten und vor allem ein gesundes, friedliches und erfolgreiches Neues Jahr 2026.
Weitere Bilder finden Sie in der Galerie.
Gastspielabend des bekannten Bergsteigers Hartwig Erdenkäufer mit seinen preisgekrönten Filmen am 01.12.2025
Fritz Jordan, hatte mir für den nächsten Clubabend die Adresse des bekannten Bergsteigers Hartwig Erdenkäufer aus Zirndorf bei Nürnberg vermittelt. Er ist ein langjähriger Freund von ihm.
Hartwig Erdenkäufer „Schnatz“ ist am 29.05.1937 geboren und ein Urgestein in der deutschen Filmbranche der durch seine hervorragenden Berg- und Wildwasserfilme sehr bekannt ist. Warum eigentlich „Schnatz“ – das ist sein Spitzname. So dürfen seine Freunde ihn nennen.
Hartwig Erdenkäufer zählte während der sechziger und siebziger Jahre zu den aktivsten und leistungsstärksten Kletterern in Deutschland. Seine Unternehmungen haben sich nicht nur auf das Mittelgebirge beschränkt, sondern auch in den Ost- und Westalpen sind ihm große Begehungen gelungen. Zusammen mit seinem Bruder Armin meisterte Hartwig Erdenkäufer in den 1950er Jahren einige Erstbegehungen.
Die Nürnberg-Fürther Seilschaft Otto Sigl, Wilhelm Pöppl sowie Armin und Hartwig Erdenkäufer sorgte 1969 wieder für Schlagzeilen: Sie durchstiegen als erste die Nordwand des 2371 m hohen Oberrheintaldoms, eine der letzten bisher unbezwungenen Zonen des Wettersteingebirges. Alle Vorgänger hatten vor dieser Strecke kapituliert. Insgesamt zehn Stunden dauerte das waghalsige Unternehmen, absolviert mit Freiklettern im Schwierigkeitsgrad sechs.
Neben spektakulären Kletterszenen erfahren wir so manche Details über das Klettern. So diente ein mit Zeitungspapier ausgestopfter Hut in den 50er Jahren beispielsweise als Schutz gegen Steinschlag. Kaum vorstellbar in der heutigen Zeit, wo eine perfekte Ausrüstung selbstverständlich ist. Die im fränkischen Dialekt besprochenen Filme zeigen die Entwicklung des Bergsports.
Uns zeigte der erfolgreiche Bergsteiger drei seiner mehrfach preisgekrönten Filme.
Um extremes Wildwasser, das von den Kajakfahrern viel abverlangt, geht es im Video „Schwarzbach – Wildwasser“.
„WARUM“. Ein junger Bergsteiger stürzt vom Berg, überlebt das dramatische Erlebnis, den 500-Meter-Absturz an der Marmolata und fragt sich warum bin ich gefallen?
Wir erfahren interessante Details übers Klettern bzw. über die erste Freikletterbegehung im Film „Totenkirchl Westwand – Erinnerungen eines fränk. Bergsteigers“. Der ca. 30min. Kultklassiger entstand Mitte der neunziger Jahre wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet. U.a. mit dem Mario-Bello-Preis beim internat. Bergfilmfestival in Trient und beim Kathmandu-International-Mountain-Filmfestival in Nepal, wurde er als einziger deutscher Bergfilm nominiert.
1998 beim 4. Bergfilmfest in St. Anton belegte der Film, mit einem Punkt Rückstand, den 2. Publikumspreis hinter „Sieben Tage in Tibet“, der millionenschweren Hollywoodproduktion des französischen Starrregisseurs Jean-Jacques Annaud. Ein sensationelles Ergebnis, wenn man bedenkt, dass Erdenkäufer mit einem Mini-Etat von 25.000 DM auskommen musste.
Spektakuläre Filme, ein großartiger Abend mit einen phantastischen Bergsteiger und Autor !
18.08.2025 Ansbacher Film- und Videoclub feiert sein 60jähriges Jubiläum

Die Gründung des Film- und Videoclubs Ansbach geht auf das Jahr 1965 zurück. Aus Teilnehmern eines Schmalfilmseminars im Haus der Volksbildung in Ansbach schlossen sich neun Gleichgesinnte zusammen und gründeten unter dem Vorsitz von Hans Zottmann am 18. August 1965 den damaligen „Schmalfilmkreis Ansbach“. Die begeisterten Schmalfilmer drehten zusammen den ca. eineinhalbstündigen Film mit dem Titel „Onoldsbach – Ansbach, Gesicht einer Stadt“. Szenen von Ansbach, den Rokokofestspielen und eines Festzuges wurden in diesem Film festgehalten. Vor einigen Jahren haben die Videofilmer den Originalfilm auf ca. 45 Minuten gekürzt, digitalisiert und mit einer neuen Tonspur versehen, so dass er auch mit neuester Technik vorgeführt werden kann.
Zwei Gründungsmitglieder, Hans Zottmann Clubgründer und 1. Vorsitzender des Vereins sowie unser langjähriger Schatzmeister Edgar Zottmann, der seit 60 Jahren die Finanzen des Vereins verwaltet, sind noch Mitglieder beim Filmclub. Laut der Vorsitzenden Anni Bergauer, die seit über 24 Jahren den Verein mit z. Zt. 22 Mitgliedern leitet, wird sie von den Vorstandsmitgliedern, insbesondere dem seit Jahrzehnten amtierenden Vizepräsidenten Fritz Jordan, bei ihrer Arbeit sehr unterstützt. Ohne die Mithilfe dieser engagierten Vorstandschaft wäre eine effektive Vereinsarbeit nicht möglich.
Zahlreiche öffentliche Veranstaltungen sowie erfolgreiche Wettbewerbe beim BDFA (Bund Deutscher Filmamateure) und beim Europäischen Autorenkreis für Film und Video – den Eurofilmern, machten den Filmclub nicht nur in Bayern sondern auch über Deutschland hinaus bekannt. Bergauer bedauert sehr, dass Nachwuchsfilmer nur sehr schwer zu gewinnen sind, denn sie haben im Internet ihre eigenen Foren und Vereinsarbeit ist da eher lästig.
Natürlich hat sich in den letzten 60 Jahren vieles verändert. Vor allem die Technik. In der Anfangszeit wurde noch mit Normal8 oder Super8-Kameras gefilmt. Der Schnitt und die Vertonung waren sehr aufwändig und selten zufriedenstellend. Heute arbeiten die Filmer nur noch digital, schneiden ihre Videos am PC und führen sie auf Großleinwand mit einem Beamer vor. Aber nicht die teure Technik allein macht gute Filme, sondern die Kreativität und das Können unserer aktiven Mitglieder sind es, die den Namen des FVC-Ansbach weit über die Grenzen hinaus bekannt machten, meinte die Vorsitzende.
Insgesamt vier Filme der Ansbacher Videofilmer erhielten einen begehrten Bayer. Löwen – der höchsten Auszeichnung des BDFA – gestiftet vom Bayer. Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder. Zuletzt ging dieser Preis im Jahr 2020 an das langjährige Filmclubmitglied Franz Stich für seinen Film „Der Gleisumbauzug“. Für seinen Eisenbahnfilm erzielte der Autor insgesamt 7 Auszeichnungen.
In den vergangenen 60 Jahren sind eine Vielzahl von Filmen entstanden, die nicht nur bei nationalen sondern auch bei internationalen Filmfestivals europaweit mit hohen Preisen ausgezeichnet wurden. Beim „Europäischen Autorenkreis für Film und Video“ – den „Eurofilmern“ waren die Videos der Ansbacher Videokünstler in Kopenhagen sehr erfolgreich mit ihrem Gemeinschaftsfilm, dem Spielfilm „... wir wollten doch immer mal nach Venedig“. Bei 85 vorgeführten Filmen aus 12 Ländern erreichten sie Platz 6.
Der Film „Jakob Maria Mierscheid – ein phänomenaler Abgeordneter“ über einen fiktiven Bundestagsabgeordneten wurde u. a. im Berliner Bundestag gedreht und bei Wettbewerben sogar 4 x mit Gold- und 2 x mit Silbermedaillen europaweit ausgezeichnet. Der am weitesten verbreitete Film war die Dokumentation „Der Bezirk Mittelfranken“. Er wurde auch ins Französiche und Polnische übersetzt und fand in diesen Ländern viel Anklang.
Der Film- u. Videoclub ist auch in der Öffentlichkeit mit seinen Filmen präsent. An zwei Nachmittagen zeigte er im vergangenen Jahr im Auftrag des Seniorenbeirats der Stadt Ansbach in den Kammerspielen im voll besetzten Saal mehrere unserer bekannten Ansbacher Videos.
Für die Stadt Ansbach zeichnet der FVC schon seit vielen Jahren die Verleihung des Stadtsiegels an verdiente Bürger in Ansbach mit mehreren Kameras auf. Ein großer Erfolg war im vergangenen Jahr die Aufzeichnung der Uraufführung „Atom Heart Mother Suite“ von Pink Floyd, organisiert von Richard Illig und unterstützt von H-P Krupp in der St. Gumbertuskirche mit 8 Kameras.
Der FVC ist nach wie vor sehr aktiv und würde sich über neue Mitglieder sehr freuen. Neue Mitglieder oder auch Gäste sind stets herzlich willkommen, denn sie bringen auch neue Ideen in den Verein.
60 Jahre Filmclub
Glückwunsch
den erfolgreichen Videofilmern
des Film- und Videoclubs Ansbach
zu Ihrem 60-jährigen Filmclubjubiläum
am 18. August 2025 !!!!
